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Fotos aus Rabinal, Feste und Bräuche, Frauen, Männer und Kinder


Bild Kirche Rabinal

LEIDEN UND TOD IN RABINAL - BILD IN DER KIRCHE VON RABINAL VON ROSA MARIA PASCUAL DE GAMEZ
Frieden und Harmonie regierten in Rabinal. Reiche, produktive Erde, hart arbeitende und kämpferische Menschen der Ethnie Maya-Achí. Städtchen der Künstler und Handwerker. Hier werden die Pflanzen für die Matten geflochten und Stoffe gewoben. Hier werden wunderschöne Gebrauchsgegenstände und Figuren aus Keramik hergestellt, Holzmasken geschnitzt und bemalt, typische Schöpfgefässe aus der Frucht des Morro-Baumes, Rasseln aus derselben Frucht, Weihrauchgefässe und Heiligenfiguren. Die Farben werden mit NIJ, das von kleinen Tierchen gewonnen wird, hergestellt. Die Früchte dieser Erde sind: Mais, Erdnüsse und vor allem Orangen. Rabinal ist bekannt für seine Traditionen, die noch heute gelebt werden. Hier nur einige Beispiele der Tänze: El Costeño, El Patzca del Corpus, los Negritos, der berühmte Tanz “Rabinal Achí” und viele mehr. Die 16 Cofradías haben einen wichtigen Platz im religiösen Leben. Die „Plumeros von San Pedro und San Pablo” (grosse Gebilde mit bunten Federn um die 2 Heiligenstatuen, die an den Hauptfesten in den Prozessionen mitgetragen werden) sind wichtige Teile der religiösen Festlichkeiten und Feiern. Der “Popel Vuh” (heiliges Buch der Maya) wurde von Fray Francisco Ximenes O.P., der auch mehrere geschichtliche, geografische und ethnologische Werke schrieb, wiedergefunden und übersetzt. In der Mitte des Bildes sehen wir den Fluss Río Negro, der in den Stausee von Chixoy mündet, ein Fluss durch die Massaker verwandelt in ein Meer von Blut. Szenen des Schmerzes, der Hoffnungslosigkeit, Frustration und Tod. Männer, Frauen, Kinder... Ganz hinten im Tal von URRAM. Feuer und Zerstörung. Die drei Hügel in Flammen stehen für die drei grausamsten Massaker: in Chichupac, in Plan de Sánchez und in Rió Negro. Links von den drei Hügeln in Flammen ein kleinerer Hügel mit einem kleinen Baum (Conacaste) als trauriges Andenken an die 77 Frauen, die vergewaltigt und grausam umgebracht wurden zusammen mit ihren kleinen Kindern – 112 Kinder im ganzen. Aus dem abfliessenden Wasser des Stausees Chixoy entsteht ein Friedhof aus kleinen Kreuzen, die mehr den knöchernen Händen aller Opfer, die in diesem Bett von Blut eingeschlossen sind, gleichen. Hände, die nach Gerechtigkeit schreien. Pater Melchor Fraj lebte und litt mit dem Städtchen Rabinal während all diesen Jahren des Schmerzes. Die Exhumierungen der Massengräber begannen 1993 und dort befindet er sich, mit einem Weihrauchfass in den Händen, begleitet von zwei Betern. (ROSA MARIA PASCUAL DE GAMEZ)

Helen Hagemann
info@guatesol.ch

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