Guatemaltekin Guatesol Maispflanze
Español

Home
Aktuell
Über Guatesol
Kontakt
Rundbriefe

Projekte
Frauenprojekt Cahabón
Landwirtschaftsschule
Behindertenheim Kinder
Mayarecht
Wasserprojekt
Amarant

Webkooperativen
Ixoquib aj Keem
Flor de Algodón

Wie helfen? - Spenden

Reisen
Guatemala Reisen

Fotos
Links


   blume                    Blume

               DAS NEUE LANDWIRTSCHAFTS  PROJEKT 2015 

                   IN  CONCEPCION DEL CEDRO - GUATEMALA                  



INFOS für alle, die damals 2004 - 2009 mein Projekt in Cahabón unterstützt haben, mit einigen Bildern von heute und von damals. Ich habe Cahabón und auch einige Dörfer und Gärten im Januar besucht.

Spenden für das neue Projekt

Vorgeschichte des neuen Projekts
Im Juli 2014 wurde ich von Ricardo Azoeta, einem Mitglied des Cocode (Dorfrat) angefragt, ob ich ihnen helfen könnte. 16 Familien haben ein grösseres Stück Land für 3 Jahre bekommen, auf dem sie anbauen dürfen, was sie möchten. Bedingung ist, dass sie das ganze Stück Land bebauen, damit es nicht verwildert. Der Besitzer hat auf dem Land schon viele Avocado Bäumchen gepflanzt, die aber erst in 3 Jahren so gross sein werden,  dass sie für einen Gemüseanbau zu viel Schatten werfen.

Bis jetzt haben die meisten dieser Bauern nur Mais und schwarze Bohnen angebaut. Auch auf diesem grossen Stück Land haben die 16 Bauern nur schwarze Bohnen angebaut, ihren Mais säen sie an anderen Orten, zum Teil weit weg von El Cedro. Mais und schwaze Bohnen sind die Hauptnahrungsmittel von Guatemala. Die Idee von Ricardo und dem Dorfrat  war, dass die Bauern auf diesem Feld lernen, verschiedene Gemüse, wie zum Beispiel Karotten, Lauch, Kartoffeln, Kohl, Sellerie, Krautstiel, Zwiebeln und Tomaten anzubauen. Meine Homepage hat sie dazu gebracht. Bei meinem ersten kurzen Besuch sah ich auf dem ganzen Terrain nur schwarze Bohnen und sah, dass sie Chemie einsetzen.
Die Bedingung für meine Hilfe ist, dass wir ohne Chemie, mit Hühnermist und Kompost arbeiten und mit einfachen ökologischen Mitteln eventuelle Schädlinge verjagen.

El cedro gruppe
Foto Erste Informationen auf dem zu bebauenden Feld mit einigen der interessierten Bauern, einer Bäuerin und Kindern. 

Der 4. von links vorne ist Ricardo, rechts neben ihm Abraham (Ausbildung in biologischen Anbau), links neben ihm die Tochter von Abraham. Dritte von links oben ist die Frau von Ricardo. Ricardo und seine Frau sind sehr aktiv.

Die schwarzen Bohnen sind unterdessen geerntet.

Diskutiert wurde vor allem darüber, was biologisch bedeutet, wie man ohne Chemie düngen kann und was man gegen Schädlinge tun kann.

Bewässerung: Wasser ist im unteren Teil des Geländes vorhanden.

Welche Gemüse man anbauen könnte und wie man den Gemüseanbau diversifizieren könnte.

Das Dorf Concepción del Cedro

El Cedro, wie das Dorf abgekürzt genannt wird, liegt an einer Strasse, auf der täglich ca. 150 TouristInnen zum Ausgangspunkt für die Besteigung des Vulkan Pacaya gefahren werden. Der Pacaya ist einer der aktivsten Vulkane in Guatemala, trotzdem kann man ihn besteigen und oben in der erkalteten Lava herumklettern, aber auch in den Krater mit der brodelnden Lava sehen. In El Cedro wird mit Hilfe der Universität Landivar, wenige Meter von der Strasse entfernt ein gedeckter Markt gebaut werden. Dort sollen die biologisch angebauten Gemüse und Früchte an die TouristInnen verkauft werden. Aber auch selber gemachte und gekühlte Fruchtsäfte oder Mixgetränke von Orangen, Mandarinen, Ananas, Mango, Äpfeln, Lichis, Birnen, Erdbeeren und Avocadodrinks.... Auch seltene Blumen werden verkauft werden. Dazu kommt noch Zimt von den eigenen Bäumen. 12 Zimtbäume haben wir schon gekauft, Zimt zu ernten müssen sie allerdings noch lernen. Das Gemüse und die Früchte sollen aber auch auf einem kleinen Markt unterhalb der Kirche an die einheimische Bevölkerung und die Menschen der 3 kleinen Dörfer in der Umgebung verkauft werden. Vor allem, bis der neue Markt gebaut ist, das wird noch einige Jahre dauern.  

KircheHäuserHäuserCasona
KircheHäuserHäuserHaus in dem ich wohne,
wenn ich dort bin
AbwasserStrasseWäscheLava
Abwasser, eine ökologische
Lösung ist in Sicht.
Dorfstrasse, ein grosser Teil ist zementiertWäsche, das Klima ist heiss und trockenLava
vom letzten Ausbruch 2012

KaffeeHibiskusGeranienHahn
KaffeeHibiscusWoher wohl die Geranien kommen?
wunderschöne Hähne gibt es hier, die Pflanze, auf der er steht, habe ich zuhause, hier ist sie eine Mezizinalpflanze, gegen Kopfweh. 

Anzahl Einwohner:                                 1200
davon Kinder 1-15 Jahre:                       450
Anzahl Häuser:                                         280 
Hier werden die Häuser und nicht die Familien gezählt.

Concepción del Cedro liegt auf 1700 MüM  

Der Vulkan Pacaya ist   2700 hoch                                                                           
        Ich wusste nicht, wie ich Concepción del Cedro übersetzen kann, Concepción heisst                                   Empfängnis und el Cedro ist die Zeder - Empfängnis der Zeder kann es nicht sein, also
        fragte ich nach. 

        Concepción hat mit der Heiligen unbefleckten Maria zu tun.  
        Und an dem Ort des Dorfes gab es früher sehr viele riesige Zedern, die leider jemand
        abgeholzt hat. So entstand der Dorfnamen. 

Der Vulkan Pacaya
Vulkan PacayaVulkan PacayaVulkan Pacaya
Der Vulkan - von der vom Dorf abgewandten SeiteGrosser Ausbruch 2012 - mit bis zu 1 Meter hoch Asche in der HauptstadtIn El Cedro fiel vor allem heisse Lava in kleineren Stücken, und auch viel Asche.
                

In El Cedro wachsen sehr viel Avocado Bäume, die Früchte werden komerziell verkauft.  In den kleinen privaten Gärten wachsen  Zitronen- und Orangenbäume und ein paar wenige Apfel- und Pfirsichbäume.


Das Projekt

Das wichtigste Anliegen ist: Die Diversifizierung des Gemüseanbaus mit einheimischen Gemüse wie:
Yuca (Maniok), Gandul (ein Strauch mit Erbsen), Chaya (ein Strauch mit essbaren Blättern), Amarant, Chili, verschiedene einheimische Blattgemüse, Cilantro, Cebollin (ähnlich Schnittlauch), Madre Cacao, ein Baum, der einerseits Brennholz für das Kochen liefert, seine Blätter sind exzellentes Futter für Tiere und  seine gemahlenen Blätter, vermischt mit Wasser und ein wenig Kalk ergibt einen ausgezeichneten Dünger.

Andererseits werden sie aber auch lernen, wie man die nicht einheimischen Gemüse anbaut:  Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Stangensellerie, Kohlrabi, Lauch, Kohl, Krautstiel, Auberginen, Spinat, Randen, Gurken, Radiesli und Bohnen. Diese werden in Guatemala schon seit langem von Grossbauern mit viel Chemie angebaut und verkauft.
Jede Woche kommen 2x Verkäufer mit Gemüse beladenen kleinen Lastwagen nach El Cedro und verkaufen dort alles, was die Bauern von El Cedro  eigentlich selber anbauen und verkaufen könnten.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Diversifizierung und Kommerzialisierung der dir Früchte der Fruchtbäume und Früchte wie Erdbeeren und Himbeeren. Einer der Bauern hat auf dem Feld 15 Erdbeerstauden gepflanzt und erntet alle 2-3 Tage reife Erdbeeren. Wir werden voraussichtlich 300-400 Erdbeerstauden kaufen.

Die Fruchtbäume werden auf einem anderen Gelände, das der Besitzer zur Verfügung stellt gepflanzt, oder privat bei den Bauern.

Kaufen werden wir Bäume mit Qualitätsfrüchten: Ganz in der Nähe gibt es eine Gärtnerei, die Bäumchen mit tropischen Früchten, und Apfel- und Birnbäume in sehr guter Qualität verkauft.

Vorgesehen sind:
  • Orangenbäume   -  Zitronenbäume  -  Mandarinenbäume, wie in der Schweiz werden in der Weihnachtszeit viele Mandarinen verkauft. 
  • Carambola-Bäume (Sternfrucht)   
  • Noni-Bäume (Morinda citrifolia), eine weltweit bekannte Medizinalfrucht 
  • Jackfruit-Bäume  -  Lichi-Bäume  -  Lanzone-Bäume 
  • Zimt-Bäume  -   Gewürz-Nelken-Bäume 
  • Apfelbäume  -  Birnbäume  -  Zwetschgenbäume  -  Pfirsichbäume. 
  • Himbeeren 
Ob all diese Bäume Früchte tragen in diesem Klima, wird die Gärnerei noch abklären, unsicher sind aber nur Jackfruit und Noni.  



Was wir dringend brauchen, ist etwas Geld für die Samen der Gemüse, für die FRucht-Bäume und Schläuche für die Bewässerung. 


Ich bezahle den Flug und meinen weiteren Aufenthalt in Guatemala aus eigener Tasche und werde ca. 4 Wochen mit den Bauern auf dem Feld arbeiten, und kann dort gratis bei einer Familie wohnen und essen.

Wenn wir von allen möglichen Bäumen 10 Stück kaufen, 300-400 Erdbeerstauden, Samen für die Gemüse und einige Schläuche und die nötigen Verbindungen für die Bewässerung, brauchen wir ca. 3500.00 - 4000.00 Franken. Ich hoffe, dass wir dieses Geld zusammenbekommen und danke allen, auch im Namen der Bauern und Bäuerinnen in El Cedro aus ganzem Herzen für jeden gespendeten Rappen.
Unterdessen sind einige der guatemaltekischen Banken so modern, dass ich von meinem Laptop aus das Geld von meinem Schweizer Postfinance Konto auf mein Konto bei der Bank Banrural in Guatemala überweisen kann.

Mein Konto bei Postfinance ist:  HAGEMANN HELENE GUATEMALA   -   Hinderi Gasse 28, 3770 Zweisimmen

Konto Nr:    30-204733-6
IBAN:          CH94 0900 0000 3020 4733 6                                                                                                                       
Himbeeren

  Als kleinen Dank schicke ich schwarze Himbeeren in die Schweiz. Erst wenn sie schwarz sind,
  sind sie reif und süss. Gefunden habe ich diese Himbeeren im Kinderheim in Quetzaltenango.









 


Cahabón 2004 - 2009 - viele von Euch haben mit grosszügigen Spenden mitgeholfen, dass ich damals junge Frauen zu Promotorinnen ausbilden konnte, die dann, oft alleine und oft mit mir zusammen in die Weiler gingen und mit den Frauen die Gärten anlegten und die Frauen in Vielem weiterbildeten.  

Ich war vom 4. - 10. Januar 2015, nach 5 Jahren Abwesenheit, in Cahabón, dem Ort, an dem ich von 2003 bis Oktober 2009 gelebt und gearbeitet habe. Damals haben wir - meistens ich und 3 Promotorinnen mit den Frauen in vielen Aldeas (Weilern) von Cahabón Familiengärten angelegt. Viele Frauen, die noch nie gesät hatten und die meisten Gemüse nicht kannten, haben mit unserer Hilfe Gemüse angebaut und gelernt, wie man sie verwertet. Ich bewundere heute noch die Kraft und das Vertrauen der Frauen, die Samen in die Erde legten und die Pflänzchen behüteten und begossen, obwohl sie nicht wussten, was sie am Ende ernten werden. Neben dem uns bekannten Gemüse, säten wir in den Gärten aber auch einheimische Gemüsepflanzen. Normalerweise gingen die Frauen auf die Suche nach diesen Gemüse- und Gewürzpflanzen in der näheren und weiteren Umgebung. Dadurch, dass sie auch diese Pflanzen im Garten haben, sparen sie viel Zeit.
Die Frauen mussten auch lernen, dass die Pflanzen bewässert werden müssen und sie lernten wie man Kompost und weiteren Dünger aus einheimischen Pflanzen herstellt. Aber auch, wie man Schädlinge ohne Chemie fernhalten kann.

Wichtig war auch, dass es für die meisten Frauen die einzige Möglichkeit war, etwas Geld zu haben. Normalerweise mussten sie immer den Mann fragen, wenn jemand ein Huhn, Eier oder eine Ente kaufen wollte, obwohl die Frauen die Tiere betreuen und der Mann behielt immer das Geld. Seltsamerweise war es mit dem Gemüse anders. Die Frauen durften verkaufen und das Geld behalten. Allerdings mussten die Frauen zuerst lernen, die angebauten Kräuter oder Gemüse zu verkaufen und nicht zu verschenken. Denn oft kamen Nachbarinnen, oooh, dein Koriander ist so gross und schön, und schon verschenkten die Frauen den Koriander. Aber die Samen mussten die Frauen kaufen und auch die Arbeit sollte bezahlt werden.

Neben all dieser Arbeit lernten die Frauen auch bei jedem Besuch - normalerweise monatlich - neue Kochrezepte, mit den alten traditionellen Pflanzen, aber auch mit dem neuen Gemüse.

Dabei gab es noch viele andere Kurse, Verbesserung der Ernährung, Hygiene, Krankheiten, wir machten Salben mit einheimischen Heilpflanzen, wir zeigten auf, dass bei Verbrennungen nicht Öl auf die Verbrennung das richtige ist, sondern Wasser - und das konkret mit 2 Holzstöcken, die wir ins Feuer hielten, bis sie glühten, dann den einen Stock mit Öl oder Mehl begossen/bestreuten und den anderen mit Wasser. So wird der Unterschied schnell klar. Die Leute probierten das aus und sagten es dann weiter. Verbrennungen gibt es leider viele. In den traditionellen Häusern wird auf einem einfach Herd mit Holz gekocht.      

Wir backten buken Brot und Kuchen, wir machten Schokolade zum Essen oder zum Verkaufen, es gab Kurse über die Hygiene, Krankheiten, Medizinalpflanzen,


Manuelle Schokoladen Herstellung in Setzol


SchokoladeSchoggiSchoggiSchoggi
Die Kakaobohnen werden so lange geröstet, bis die nach Schokolade riechen.Die gerösteten Kakaobohnen werden per Hand gemahlen, so entsteht eine klebrige Masse. Unterdessen wird Mais geröstet, wir werden es der gemahlenen Kakaomasse zufügen. Eine der möglichen Zutaten, kann auch Vanille, Chili, Cardamom usw. sein.Mit dieser Handmühle wird der geröstete Mais gemahlen.
SchoggiSchoggiSchoggiSchoggi
Hier wird der Zucker mit einer Handmühle gemahlen.Kakaomasse, gemahlener Zucker und Mais werden gut gemischt. Die fertige Masse wird in diese Formen abgefüllt. So wird der Kakao für Getränke verkauft oder aufbewahrt.Zum Essen formen wir mit den Händen Kugeln, die dann später in durchsichtiges Papier eingewickelt werden.
schoggiSchoggiBrot BackenKüche
Und so sehen die Schoko-Kugeln dann ausGeröstete Kakaobohnen in ZuckermantelWeiterbildung Brot BackenSo sieht die traditionelle Küche einer Grossfamilie aus. 


Ein wichtiger Teil unserer Arbeit waren auch die Kurse über Hühner/Enten/Truthennen und Schweine. Viele Tiere erkrankten und starben, weil das Wissen darüber, was Tiere brauchen nicht da war. Früher lebte jede Familie abgelegen auf einem grossen Stück Land. So fanden die Tiere immer genug zu Fressen und konnten überall frei herumlaufen. Kaum jemand verliess den Weiler, so wurden kaum Krankheiten einschleppt. Heute wohnen die Menschen viel enger zusammen, besuchen einander, gehen ins Hauptdorf einkaufen und viele Männer gehen in den Süden oder nach Mexiko. Dort arbeiten sie als Landwirtschaftsarbeiter, um ein bisschen Geld zu verdienen und so schleppen sie auch die Krankheiten ein. Da die Häuser sehr nahe beieinander sind und zwischen den Häusern kaum etwas wächst, finden die Tiere nicht genug Nahrung. So gingen wir in die Dörfer, um die Hühner zu impfen und erklärten und zeigten gleichzeitig, wie das geht und wann sie was impfen müssen. Bei den Schweinen war es mehr das fehlende Fressen. Die Menschen haben irgendwann vergessen, dass die Schweine sehr gerne und viel Grünzeug fressen, aber auch manchmal Parasiten auflesen. Und so mussten sie lernen, welches Grünzeug sie an die Schweine verfüttern können und welche Medizin gegen innere Parasiten und Würmer hilft.

impfenimpfenimpfenimpfen
Die Kinder helfen und schauen konzentriert zu. Impfen in Sebas 2Meist ist es auch ein lustiges Hühnerjagen für die Kinder, weil die Mütter oft vergessen haben, dass wir an diesem Tag zum Impfen kommen. Konzentration beim Impfen, bei einem Kurs in SebasImpfen in Chipok Kantzum.


Bei einer Familie haben wir Kaninchen eingeführt. Die Maya Q'eqchi' glauben seltsamerweise, dass Kaninchen nicht gut schmecken, obwohl sie fast alles jagen und essen. Doch diese Familie hat es gewagt. Als die Kaninchen gross waren, kam ein Kollege mit und zeigte ihnen, wie man sie schlachtet und wir haben dann eines auch auf dem Feuer gegrillt - und es hat ihnen geschmeckt.

Hasen El Carmen5 junge HasenHasenKochen
Der neue Hasenstall mit 3 Kaninchen wird eingeweiht mit einer Zeremonie. Mit Weihrauch und Kerzen werden der Stall und die Kaninchen von Männern gesegnet und willkommen geheissen. Danach wird im Haus weiter gefeiert, getanzt und gegessen.  Die ersten 5 jungen KaninchenArnulfo, mein ehemaliger Kollege zeigt den Leuten, wie die Kaninchen getötet und enthäutet werden. Tut mir selber weh, aber in Guatemala sind Kaninchen  keine Kuscheltiere.  Das Kaninchen wird auf offenem Feuer gegrillt. Da die Q'eqchi' kein blutiges Fleisch essen, wird das Fleisch durch gebraten.



Und nun durfte ich in Cahabón erfahren, dass die Landwirtschaftsschule nach einem kurzen Unterbruch mit den Familiengärten weitergearbeitet hat. Nicht mehr ganz so umfassend, aber die Chef-Promotorin Rosa Maria, die damals sehr viel gelernt hat, arbeitet immer noch für die Familiengärten. Es gibt immer noch viele Gärten, unterdessen sind auch neue dazugekommen und es gibt auch ein neues sehr ergiebiges Gemüse, das chinesicher Spinat heisst und einen hohen Nähwert hat. Alle Schüler der Landschaftsschule müssen zuhause einen Familiengarten mit einheimischen Pflanzen haben. Und die Familie mit den Kaninchen hat diese immer noch. Ein erfreuliches Ergebnis für mich. Das hat mich sehr gefreut.


Ich konnte während meines diesjährigen Aufenthaltes in Cahabón 3 Familien in den Weilern Selamunix, Rumpok und Chioyal besuchen, die Familiengärten hatten und haben. Die Weiler sind so weit weg, dass man nur 1 Weiler pro Tag besuchen kann. Die Strassen sind kathastophal schlecht und im Januar regnet es auch viel. Und bei jedem Besuch bei einer Familie kochen die Frauen das traditionelle Caldo (Suppe mit Huhn, Truthenne oder Ente) und das dauert 2-3 Stunden. Ich liebe diesen Caldo, aber es verhindert mehrere Besuche in einem Weiler. Dazu kam in Selamunix, dass Don Thomas Ochoa dessen Familie wir besuchten, uns mitteilte, dass an demselben Tag eine Brücke, die kurz vor dem Zusammenbrechen ist, abgerissen wird und die einizige Strasse zurück nach Cahabón so für 1-2 Wochen unpassierbar ist. Also mussten wir uns nach dem Essen des Caldo beeilen. Unterwegs trafen wir dann den grossen Bagger - und hatten so noch einmal Glück.
      
Besuch in Selamunix
Selamunix GartenSelamunixSelamunixSelamunix
Garten in Selamunix. Die Gärtnerin hat ein flaches fruchtbares Stück Erde für den Familiengarten bereit gemacht und die Beete mit den vielen Steinen eingerahmt. Der Garten sieht wunderschön aus.  Familie Ochoa in Selamunix hat um das Haus einen Urwald mit Fruchtbäumen, Papaya, Banane, Orangen, Kakao und viele weitere einheimische Früchte. Das ganze Grundstück besteht aus Fels. Die Vertiefungen hat die Natur über die Jahrhunderte mit wertvoller Erde gefüllt. Dorthin hat die Familie ihre Bäume, aber auch ihr Gemüse und Kräuter gesät. Hier Cebollin (fast Schnittlauch).     In dieser Vertiefung hat die Familie den chinesischen Spinat gesetzt. So hat sie überall verstreut auch Kohl gesät, der wundervoll gediehen ist  und Don Tomas gut verkaufen konnte. 
SelamunixSelamunixSelamunixQana Josefina
Don Tomas Ochoa, der Vater der FamilieMein ehemaliger Kollege Arnulfo rechts, links Hektor, der älteste Sohn, der damals die Landwirtschaftsschule besucht hat und zusammen mit seinem Vater und seiner Mutter dieses Urwaldwunder aufgebaut hat. Ein weiterer Sohn heisst ArnulfoQana Josefina, die Mutter, die alles zusammenhält. 10 Kinder hat sie geboren und als ihr Mann manchmal wochenlang betrunken irgendwo im Hauptdorf herumlag, hat sie alles selber geschafft. Sie ist dünn, aber voller Allergie, ohne sie wäre hier wohl kaum dieses Paradies entstanden.  

 
Trauriger Besuch in Rumpok
Qanq RosaRumpok GenaroGenaro Rumpok VaterGenaro Rumpok
Ein sehr trauriger Besuch in Rumpok, erst als wir ankamen haben wir gehört, dass Qana Rosa (hier auf dem Bild) vor 4 Monaten gestorben ist. Sie war das Herz des Hauses und der Familie. Sie hatte sehr viel verschiedene Gemüse und Kräuter in ihrem Garten. Heute existiert der Garten immer noch mit einer grossen Diversität, aber nicht mehr so geordnet. Die grossen Blätter produzieren eine essbare Wurzel, international als Taro bekannt.  Noch nie habe ich einen Q'eqchi' Mann weinen sehen bis zu diesem Besuch. Die Tränen liefen ihm über das Gesicht. Er ist todtraurig und hat sich ein neues Haus gebaut weiter unten. Er ertägt es nicht in dem leeren Haus zu leben. Ich hoffe, er kommt eines Tages wieder zurück.  Genaro, einer der Söhne, der zu meiner Zeit auch die Landwirtschaftsschule absolvierte und danach auch Promotor war. Danach wurde er verhext (das kann hier tödlich sein) und hat sich erst jetzt nach fast 8 Jahren einigermassen erholt. Hier mit seinem 1. Sohn. Auch er wird in das andere Haus ziehen mit seinem Vater.
LuftkartoffelPfefferGemüse ruesten RumpokGemuesesuppe in Rumpok
Die Luftkartoffel ist eine  Kletterpflanze und produziert diese Kartoffeln, nur die Form ist etwas anders, schmeckt aber wie eine Kartoffel   Auch der Pfeffer ist eine Kletterpflanze. Diese grünen Trauben werden irgendwann rot. Wenn in der Traube das 1. Korn rot wird, wird geerntet. Zu glüchlichen Zeiten im Haus von Qana Rosa . Eine Gruppe von Frauen sollte alle diese für sie unbekannten Gemüse kennen lernen und so kochten wir eine Gemüsesuppe. Ein bisschen Huhn war trotzdem dabei, aber die Suppe schmeckte super.


Besuch in Chioyal
Sebastiana chioyalSebastiana ChioyalSebastiana ChioyalSamat
Besuch bei Qana Sebastiana in Chioyal, als erstes fiel mir das Gärtchen auf und das machte mich sehr glücklich. Fast hätte ich das Haus nicht gefunden, wegen einer neuen Strasse musste sie an einem neuen Ort ein Häuschen bauen. In ihrem Gärtchen hat sie fast alles, was sie täglich braucht, Blattgemüse, Tomaten, Pfefferminze, chinesischen Spinat, Chaya ein Baum mit essbaren sehr nahrhaften Blättern.  Enten und Hühner sind auch da. Sebastiana hatte kaum Glück in ihrem Leben. Ein Alkoholiker als Mann, der sie schlägt und auch die Kinder geschlagen hat, ein Mädchen ist deshalb gestorben, ein Sohn der mehr trinkt als arbeitet. Und seit langem hat sie Asthma und kein Geld für Medikamente. Trotz all dem, hat sie noch viel Kraft. Sie wird sich ein eigenes Häschen bauen, etwas weg von ihrem Mann und ihrer Schwiegertochter, die nichts hilft. Ich habe ihr dafür etwas Geld gegeben. Ganz weg von ihrem Mann wird sie nie gehen, sie hat Angst, dass er die Drohung, sie zu verhexen wahr macht. Auf dem Foto Samat ein sehr schmackhaftes Gewürz.

Nochmals vielen Dank für die Hilfe, auch im Namen der vielen Bauern und Bäuerinnen aus Cahabón.    

Ich bin sehr froh, wenn Ihr für das neue Projekt in El Cedro nochmals etwas spenden könnt. Helen











       


            








Helen Hagemann
info@guatesol.ch
^Top^