Guatemaltekin Guatesol Maispflanze

Español

Home
Aktuell
Über Guatesol
Kontakt
Rundbriefe

Projekte
Frauenprojekt Cahabón
Landwirtschaftsschule
Behindertenheim Kinder
Mayarecht
weitere Projekte

Webkooperativen
Ixoquib aj Keem
Flor de Algodón

Wie helfen? - Spenden

Reisen
Guatemala Reisen

Fotos
Links


EINFÜHRUNG ZUM HEILIGEN MAYAKALENDER - TZOLKIN

Die Nahual, sowie die Beschreibung der Nahual stammen aus der Mayatradition, einer uralten, sehr hochstehenden Kultur. Viele Menschen in Guatemala, Mexiko und Belize leben noch heute mit diesen Maya-Traditionen. Deshalb lasse ich in der Übersetzung grossenteils auch die typischen Maya-Traditionen stehen. Das können sein, Pom verbrennen, Opfer darbringen, Maya-Zeremonien, Maya-PriesterInnen und Hebammen, Letztere haben eine besondere Stellung in der Mayatradition. Sie kennen die Rituale der Schwangerschaft und der Geburt und stehen diesen auch vor. Sie betreuen die Mütter während der Schwangerschaft und die Mütter und Neugeborenen durch die ersten Monate, auch spirituell. 

Die Nahual sind die 20 Tagesbezeichnungen eines Monats des Heiligen Tzolkin Mayakalenders. Ein Jahr in diesem Kalender besteht aus 13 Monaten mit je 20 Tagen, das sind 260 Tage oder 9 Monate in dem gregorianischen Kalender. Dieser Kalender hilft, die negativen und positiven Energien eines jeden Tages zu erkennen, sowie die negativen und positiven Energien eines an diesem Tag geborenen Menschen herauszufinden.
Meist sind es MayapriesterInnen oder Älteste Frauen und Männer,  welche die richtigen Tage für eine besondere Zeremonie, für eine Reise, für einen besonderen Kauf oder eine Hochzeit bestimmen. 

In den meisten Häusern der Maya befindet sich ein Altar mit Kerzen, Pom (einheimischer Weihrauch) und Opfergaben, das können Früchte sein, Kakao, Mais oder zubereitetes Fleisch. Fast täglich werden Zeremonien mit Bitten und Dank vor dem Alter gehalten. Gedankt wird neben Ahau (Schöpfer und Gott) auch der Mutter Erde. Kerzen werden angezündet und Pom verbrannt. Meist ist die ganze Familie dabei anwesend. Alles, was neu in die Familie oder die Gemeinschaft kommt, wird mit einer kleineren oder grösseren Zeremonie begrüsst, seien es Werkzeuge, Tiere, Fortbewegungsmittel oder wie in meinem Fall Familiengärten. Jede Zeremonie hat ihre eigene Zeit, Zeremonien für Tiere werden zum Beispiel am Abend begangen, Zeremonien für den Familiengarten fangen um ca. 9 Uhr nachts an und enden mit einem traditionellen Festessen nach Mitternacht. Ein anschliessendes Festessen für alle Anwesenden gehört zu jeder grösseren Zeremonie.  In vielen Zeremonien wird das Blut, der für das Festessen geschlachteten Tiere (Hühner oder Schweine) mit einbezogen. In den Zeremonien für die Familiengärten zum Beispiel, wird der Mutter Erde zu Trinken gegeben, meistens Kakao und/oder Wasser mit Blut von den geschlachteten Tiere vermischt. Grössere Mayazeremonien werden von Ältesten Frauen oder Männern oder Maya-PriesterInnen geleitet. Die Zeremonien zuhause werden vom Familienvorsteher oder der Familienvorsteherin geleitet.

Das Heilige Feuer gehört zu jeder grösseren Maya-Zeremonie. Das Feuer wird je nach Region anders vorbereitet und enthält andere Zutaten. Kerzen und Pom (Weihrauch aus einheimischen Baumharzen) spielen im Leben der Maya eine grosse Rolle und gehören zu jedem Heiligen Feuer.

Es gibt viele Maya Altäre auch in der Natur, Heilige Orte, Maya Wallfahrtsorte, Heilige Berge und Heilige Höhlen.  Jeder dieser Orte hat seine ihm eigene Energie. Viele Wallfahrtsorte sind heute katholische Kirchen, in denen auch Maya Zeremonien gefeiert werden.

Die Nahual beschreiben
  • die Energien des entsprechenden Tages, wofür ist dieser Tag gut - wofür bitte ich an diesem Tag - wofür danke ich an diesem Tag, was unternehme ich am besten an diesem Tag - was sollte ich an diesem Tag besser nicht unternehmen
  • die Energien , die den Menschen zur Verfügung stehen, die an dem entsprechenden Tag geboren wurden
  • die positiven und negativen Aspekte eines Menschen, der an dem entsprechenden Tag geboren wurden
  • das Mayakreuz, der Lebensbaum - beschreibt die Energien aus den 4 Himmelsrichtungen, die unser Nahual beeinflussen und wie sie es beeinflussen.
  • die Orte, an denen wir uns wohl fühlen
  • zeigen uns mögliche Berufe auf
Mit Hilfe dieser Informationen lernen wir, uns selber besser kennenzulernen, unsere positiven Seiten zu stärken und an unseren negativen Seiten  zu arbeiten. Die Informationen über unser Nahual helfen uns, ein Lebensziel zu formulieren und uns in diese Richtung auf den Weg zu begeben. 

Nicht jeder Mensch steht am gleichen Ort. Einige sind schon weiter fortgeschritten, andere sind am Lernen. Deshalb hat nicht jeder Mensch alle negativen oder positiven Aspekte, die der Tzolkin aufzeigt. Einige negative Aspekte sind vielleicht schon überwunden oder einfach nicht relevant in diesem Leben. Einige positive Aspekte sind vielleicht schon sehr ausgebildet und wir nehmen sie einfach nicht wahr. Um sich selber besser kennen zu lernen ist es deshalb wichtig, sich mit den Aussagen des Tzolkin zu beschäftigen.

Jedes der 20 Zeichen hat eine Potenzialität zwischen 1 und 13. Bei einem 1 Tz'i sind die positiven und negativen Aspekte nicht so stark entwickelt wie bei einem 13 Tz'i. Ein 13 Tz'i wie oben beschrieben wird zum Beispiel ein sehr guter Richter sein, wenn er seine positiven Seiten stärkt und an seinen negativen Seiten arbeitet. Aber auch hier gilt, wichtig ist auch zu beobachten, wo ich in meinem Leben stehe. Vielleicht hat sich ein 2 Tz'i schon soweit weitergebildet, dass er schon heute bei 10 Tz'i steht. 

Warum 2 Namen der Nahual: In den verschiedenen Gebieten der Maya existieren verschiedene Namen der Nahual. Hier in Europa werden vor allem die Namen der Nahual aus Yucatan (Mexico) und Guatemala benützt.     

Ich wünsche, dass sie sich in ihrem Nahual wiedererkennen und wünsche Ihnen viele gute Erkenntnisse beim Lesen Ihres Nahual.









 

Helen Hagemann
info@guatesol.ch

^Top^